Mittwoch, 5. Oktober 2011

Veganer? Überlebt man da?

Wenn man sich in Gesellschaft anderer Menschen befindet kommt man als Veganer dann doch oft in unangenehme Situationen.
Schnell kommt dann die Sprache darauf, warum ich dies oder das nicht essen möchte. Da ich bisher sogar etwas stolz darauf war, das ich auf meine Ernährung achte, habe ich immer erhobenen Hauptes gesagt: Ich bin Veganer!
Doch nachdem die Reaktionen meistens von erschrocken bis entrüstet reichten, weiß ich nicht mehr was ich das nächste Mal antworten werde.
Zudem kommt dann als nächstes entweder ein schräger Spruch ("Überlebt man da?" "Was isst du den DANN bitte?") oder die offensichtlichste Frage aller Fragen: Warum??
Gegenfrage: Warum nicht?
Ich unterscheide in diesem Punkt: Sind es liebe Menschen aus meinem nähren Umfeld die einfach nur neurierig sind, wissen wollen was meine Beweggründe sind und sich ernsthaft dafür interessieren oder sind es Menschen, die sich angegriffen fühlen, sticheln wollen oder nur einen Grund suchen um mich dumm von der Seite anzumachen.
Der ersten Gruppe erkläre ich gerne meine ganz persönlichen, inneren Gründe dafür WARUM ich vegan lebe.
Dem Rest werde ich in Zukunft eine Standartantwort hinknallen um sie ruhig zu stellen.
Was mich aber seid längerem beschäftigt ist die Frage, warum ich mich ständig dafür rechtfertig soll/muss, wie ich esse und was ich esse.

Sollte es nicht eher normal sein, dass man auf die Umwelt achtet und mit seinem Verhalten nicht nur an sich selbst denkt?
Und sollte es nicht eher normal sein, wenn man selten Alkohol trinkt, keine Drogen nimmt und nicht raucht?
Sollte es nicht eher normal sein, dass ich nicht will das andere Lebewesen für mich leiden? Ist es nicht egoistisch das als selbstverständlich anzusehen? (Ich weiß das ich mit diesem Satz provoziere - ich würde mich jedoch niemals in das Leben anderer Menschen einmischen - jeder isst was er möchte. Ich will niemanden dazu bringen, vegan zu essen nur weil ich persönlich das als meinen Weg gewählt habe)

Die meisten Menschen fühlen sich von mir angegriffen, wenn ich sage ich lebe vegan. Und erst Recht wenn meine Antwort auf die Frage nach dem Warum ist: Ich empfinde es als Richtig, ich achte auf meine Umgebung und ich trage meinen kleinen winzigen Teil dazu bei, dass die Welt ein besserer Ort ist.

Fakten, warum es "besser" ist Vegan zu leben:
- glückliche Kühe und Hühner gibt es nicht! Die Bioindustrie ist genauso eine Massenabfertigung wie die anderen Betriebe auch. Die Kühe werden nachdem sie keine Milch mehr geben und keinen Profit einbringen genauso geschlachtet! Die Hühner und Kühe geben ihr Fleisch, ihre Eier und ihre Haut nicht lieber her weil danach auf der Packung "Bio" steht.
- Der Verzehr von Tieren und Tierprodukten braucht bei der Produktion 14 mal so viel Wasser wie die vegane Lebensweise. Und das in einer Welt in der Wasser in manchen Regionen Mangelware ist.
- Männliche Küken sind ein unerwünschtes Nebenprodukt in der Eierindustrie: Die männlichen Küken werden aussortiert und vergast! Alle...
- Für Käse wird ein Gerinnungsmittel benötigt... Dies wird aus dem Mägen junger, geschlachteter Kälber gewonnen - nen Guten!!
- Ungefähr 70% des weltweiten Getreideanbaus geht in die Fütterung der Tiere in der Landwirtschaft.
- Etwa 70% des amazonischen Regenwaldes sind zu bereits gerodet oder niedergebrannt worden, um Weidefläche für Tiere zu gewinnen.
-  Ein Drittel aller fossilen Energien werden verwendet um Nutztiere zu züchten.
- Die Nutztierindustrie verursacht mit 18 % mehr Emissionen als der globale Verkehr: Sie trägt einen Anteil von 37% der globalen Methan Emissionen, 9% des Treibhausgases CO2 und 65% von Stickoxid - einem Gas das ein 300-fach größeres Potential zur globalen Erwärmung hat, als CO2.

(Quelle: Peta2)


... noch Fragen?

Ein passendes Zitat:

Be the change you want to see in the world.
 Mahatma Gandhi


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