Samstag, 17. November 2012

Tag 2: Neu Delhi, Alt Delhi & Hare Krishna


 Nach einer sehr kurzen Nacht, war das erste Frühstück in Indien wirklich ok. Dank meiner mitgebrachten Sachen ist das alles kein Problem.
Danach sind wir mittels TukTuk Richtung Connaught Place, Neu Delhi, aufgebrochen.
Dort haben wir im TukTuk gleich jemand gefunden der uns mit Informationen bombardiert hat und anscheinend Architekturstudent aus Australien ist. So richtig glauben... ich weiß nicht. Naja bei der Touriinfo abgeladen hat der dortige Inder uns sehr davon abgeraten nach Varanasi weiter zu fahren, lieber nach Agra oder Jaipur. Wir sollen unsere Flüge ändern.
Natürlich tuen wir das nicht.
Direkt weitergeschoben in den ersten Kleidungsladen gab es dort alles. Sehr traditionelle Kleidung, Schals, Stoffe.
Dort haben wir nur gekuckt - nichts gekauft. Habe ich allgemein noch gar nicht. Irgendwie war ich sehr überfordert mit allem dort. Alles Laut, man kann sich nichts in Ruhe ansehen, jeder will verkaufen.
Überfordert mit der Gesamtsituation musste ich dann erstmal runter kommen.
Von dort wieder raus tuen alle Menschen so, als wollen sie uns helfen, schleppen uns aber nur in den nächsten Laden.
Die Tuktuks fahren uns nur in den nächsten "Bazar" allerdings nicht dort hin wo wir eigentlich hin wollten.
Nachdem wir dann wirklich genug hatten, haben wir einen Fahrer solange beredet, bis er uns wirklich auch dort hingefahren hat, wo wir hin wollten. Diesmal nach Alt Delhi, Richtung Rotes Ford.
Nach vielen Warnungen von Taschendieben und das dort alles geschlossen hat, kamen wir dann doch dort an.
Und Überraschung - wie toll es dort war!! Am Anfang weiterhin überfordert und etwas irritiert. Aber dann doch sehr angenehm. Niemand redet einen an, man kann in Ruhe schauen und viele tolle Eindrücke sammeln.
Dort gab es alles! Perlen, Türen, Papiere und Einladungen, Kinderkleidung, Essen, Metall, Autoersatzteile, wirklich alles.
Was mich fertig macht in der Lärm.
Jeder hupt, alle ist laut. Der Dreck war bisher noch nicht so schlimm, zwar etwas Müll aber wirklich in Ordnung.
Die Armut hält sich auch noch in Grenzen. Ich wurde von zwei Kindern angebettelt aber sonst war das wirklich ok. Lange nicht so schlimm wie erwartet.
Nachdem wir dann noch eine Art Tempel besichtigt haben und noch auf dem ersten wirklichen Bazar waren, ging es erstmal zurück ins Hotel, ausruhen. Das ist alles wirklich sehr aufregend und anstrengend.
Aber auch schön, zumindest zum Teil.
Abends haben wir einem sehr leckeren vegetarischen Restaurant indisch gegessen. Das war wirklich und für 14 € auch noch mega günstig.
Zufälligerweise sind wir danach an einem Krishnatempel vorbei gekommen und von den Frauen dort hinein gewunken. Zum Glück! Das erste spirituelle an dem ganzen Tag bis auf betende Moslems am Mittag. Endlich ein bisschen was von der Götterverehrung kennen lernen. Das war wirklich sehr interessant.
Morgen geht es noch auf einen Bazar, vielleicht einen Tempel und in einen Park.
Ziel Nummer 1: Indische Kleidung! Ich mag nicht mehr SO deutlich als Eurpäer auffallen, wie ich es sowieso schon tue. Also. Piercings bis auf Nasenring raus, Haare bedecken, indische Bluse kaufen und dann vielleicht nicht mehr ganz so oft "sexy" hören oder fotografiert werden :)
Diese Welt ist so anders. Trotz all dem Dreck habe ich das Gefühl die Menschen sind glücklicher. Wieso kann ich nicht sagen, sie wirken einfach zufriedener. Auch habe ich das Gefühl das es mehr Miteinander gibt. Gerade im Tempel fiel mir auf, wie selten wir doch alle Zusammensitzen und gemeinsam Essen oder Singen.












Es scheint mir, als gäbe es hier mehr Kultur, wohl eher, andere Kultur. Hier wird alles verwertet, vom Auto bis zum Papier, alles wird repariert und wiederverwertet. Ich muss die Eindrücke sacken lassen bis ich es genau beschreiben kann.
Ich freue mich sehr auf Varanasi. Die Hoffnung auf mehr Spiritualität und Götterverehrung sowie Stoffe und besondere Materialien liegt deutlich hier.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen